2. Follow the Light

Toll, dass Ihr wieder dabei seid! Heute lautet unser Thema: “Das richtige Licht und die geeignete Umgebung”.

Ein guter Fotograf wird in jeder Location, bei jedem Licht und in jeder Situation schöne Aufnahmen machen können. Allerdings für die Bilder die leuchten und verzaubern, ist das richtige Licht und die richtige Umgebung ausschlaggebend!

Fangen wir mal mit dem Licht an:wpid2617-angelikakrinke-1-von-5.jpg

Das schönste Licht für die Outdooraufnahmen entsteht ca. 1-2 Stunden vor dem Sonnenuntergang. Die Abendsonne strahlt von der Seite und  bring alles zum Leuchten. Beim Abendlicht sieht ALLES besser aus, Objekte, Dekoration, Gäste und natürlich auch das Brautpaar. Die Haut leuchtet, die Haare strahlen.  Somit ist es sehr wichtig, die Planung so anzupassen, dass Außenaufnahmen (z.B. Trauung im Freien) und besonders das Brautpaarshooting in die Abendstunden fallen. Bei einem besonders schönen Sonnenuntergang entführe ich meine Paare für 5-10 Minuten für die Gegenlichtaufnahmen. Dabei entstehen meist die besten Fotos!

Auch die Umgebung spielt eine sehr wichtige Rolle:

Um elegante und zeitlose Aufnahmen zu erreichen, eignen sich große, helle Räume mit viel natürlichem Licht, in neutralen Farben, mit wenig (!) Wanddekoration. Hier und da wenige aber liebevolle Details (Jugenstilfenster, besondere Vorhänge oder Spiegel, Blumen usw.) Besonders beim Getting Ready, bilden ein schönes Bett mit heller Bettwäsche, ein besonderes Möbelstück (z.B. ein toller Sessel), einen passenden Rahmen für stilvolle Aufnahmen.angelikakrinke

Bei den Außenaufnahmen ist es nicht unbedingt notwendig eine besonders aufwendige Location anzusteuern. Für mich ist ein Hintergrund eben nur ein Hintergrund und es ist nicht wichtig, ob wir vor einem besonderem Schloß shooten. Der Hinterund sollte sich eher zurück nehmen, um die Personen im Vordergrund und das zauberhafte Licht hervorheben. Es lassen sich bei der hellen, neutralen Farben (Sand, helles Grau) die schönsten Aufnahmen machen. Auch die Aufnahmen am Wasser oder auf den Bergen geben durch den homogenen Hintergrund, den Bildern eine gewisse Ruhe.

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Bei vielen Brautpaaren erfreuen sich die Parks als Location, einer sehr großen Beliebtheit. Das satte, schöne mitteleuropäische Grün ist zwar eine Wohltat für die Augen, auf den Bildern dagegen, schlucken die Bäume zu viel Licht und geben der Haut und dem Brautkleid einen grünlichen Ton. Wirklich nicht sehr schmeichelhaft. Für die pastellige Töne sind neutrale Farben (Sandstrand,  Kiesgrube, helle Wände, ausgetrocknetes Feld) viel besser. Das etwas bläuliche Grün von Lavendel, Iris, Olivenbäumen oder Kakteen ist dagegen wirklich ein Traum! Nur sind diese leider in unseren Breitegraden nicht so oft anzutreffen 😉

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Es gibt ganz viele Arten vom Licht und bei eine Hochzeitsreportage kommt man nur sehr selten um das Kunstlicht rum. Das Kunstlicht ist grundsätzlich nichts Schlechtes und kann auch als Gestaltungselement genutzt werden, keine Frage! Nur entstehen dabei ein anderer Stil von Bildern. Diese sind meist kontrastreicher und je nach Farbe der Umgebung (Wände, Boden, Decke) haben auch einen Farbstich. Wenn dazu noch die Neonröhren ins Spiel kommen, entsteht dabei eine Farbenpracht auf der Haut und dem weißen Brautkleid, die sich gewaschen hat! Da bleibt einem Fotografen nicht viel über, als solche Bilder in Schwarz-Weiß umzuwandeln.

Bei der Wahl der Feierlocation ist es ein sehr wichtiger Punkt, Man fotografiert bei einer Ganztagreportage längere Zeit auch in den geschlossenen Räumen Dabei wäre ein “Available-Light-Photographer” in einer Location mit viel natürlichem Licht sehr glücklich und ihr bekommt die Bilder, die Ihr erwartet 😉 Abends bei der Party dagegen, hilf das Kunstlicht (in meinem Fall die Blitzköpfe), eine Feierstimmung in den Bildern zu unterstreichen.wpid3474-angelikakrinke_blue_wedding_frankfurt-5-von-5.jpg

 

Ich hoffe, diese Tipps helfen Euch dabei, das beste Licht für schillernde, lichtdurchflutete und bezaubernde Bilder zu erbeuten. Also, folget dem Licht und habt Spaß dabei!

Beim nächsten Mal dreht sich alles um mein Lieblingsthema “Getting Ready”.

Liebe Grüße und bis bald

Angelika

 

 

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